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Hundeschlittenfahrten in Alaska

Sie können nicht auf jedem x-beliebigen Urlaub ein Rudel Huskys vor einen Schlitten spannen und über die gefrorene Tundra jagen! In der Arktis waren Hundeschlitten früher überlebenswichtig. Heute ermöglichen es viele Anbieter den Besuchern, selbst einen Schlitten zu führen. Erkunden Sie die Geschichte der Hundeschlittenfahrten und lenken Sie dann auf Ihrer nächsten Alaska-Kreuzfahrt Ihren eigenen Hundeschlitten.

Die einheimischen Stämme nutzen seit Jahrunderten Hundeschlitten als Transportmittel. Die Hinweise auf das Hundeschlittenfahren gehen mehr als 1.000 Jahre zurück. Später spielten die Schlittenhunde eine Rolle beim Goldrausch von Alaska gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Damals dienten die Hundeschlitten als Transportmittel für Goldsucher, Proviant und selbst Ärzte bei Hausbesuchen und die Post (das US-Postamt hat bis 1963 die Post per Hundeschlitten zugestellt). Die Amerikaner starteten ihre Erkundung der Arktik hinter einem Team von Huskies.

Hundeschlittenfahrten wurden 1925 weiter bekannt, als der abgelegene Ort Nome, Alaska, einen tödlichen Ausbruch von Diphterie erlitt. Der Ort benötigte dringend ein lebensrettendes Serum, der nächste Vorrat befand sich jedoch mehr als 700 Meilen entfernt. Ein Schneesturm setzte ein und die Flugzeuge erhielten Startverbot. Der Hundeschlitten war die einzige Art und Weise, um dem Ort die Medizin zu bringen. Über einen Zeitraum von sechs Tagen leiteten sechs verschiedene Hundeschlitten-Teams das Serum bis hin nach Nome weiter. Der Ort wurde gerettet und diese Meisterleistung brachte es bis in die nationalen Nachrichten. Das Team, das das Serum zustellte, wurde von dem siberischen Husky Balto geleitet. Dieser Hund wurde zum Nationalheld und eine Statue von Balto wurde in New York Citys Central Park errichtet. Diese Statue zur Anerkennung dieses heldenhaften Hundes ist heute noch dort anzutreffen.

In 1973 wurde das Hundeschlittenrennen „Iditarod Trail Sled Dog Race“ zur Erinnerung an die historische Fahrt nach Nome ins Leben gerufen, das dieselbe Strecke von Anchorage nach Nome abdeckt. Dieses jährliche Rennen hat sich zur größten Hundeschlittenveranstaltung der Welt und größten Sportveranstaltung Alaskas entwickelt. Jedes Jahr treten begeisterte Hundenschlittenführer und deren Teams mit 16 Hunden bei einem aufreibenden 1150 Meilen langen Rennen entlang des historischen Iditarod Trails, einer alten Post- und Proviantroute mitten durch das wüste Innenlands von Alaska, gegen einander an. Bei diesem längsten und intensivsten Schlittenhundrennen über Bergketten, vereiste Flüsse und durch dichte Wälder müssen die Konkurrenten aus weit entfernten Ländern wie Italien und Japan gegen Minustemperaturen und starke Winde ankämpfen.

Die heutigen Hundeschlitten-Teams bestehen im Allgemeinen aus Alaskan Huskys, Siberian Huskys und Alaskan Malamuts. Die Teams umfassen einen Leithund, der meist der klügste Hund im Rudel ist. Direkt hinter dem Leithund befinden sich die Swing-Hunde, die beim Abbiegen des Schlittens helfen. Das Hundeteam in der Mitte des Rudels bringt den Schlitten auf Geschwindigkeit (bis zu 20 Meilen pro Stunde) und die Ruder-Hunde, generell die größten Hunde, heben die Hinterseite des Schlittens an und befreien diesen durch Anziehen, wenn er stecken bleibt.

Husky-Welpe

Anders als Pferdegespanne werden Hundeschlittengespanne nicht durch eine Reihe von Zügeln geleitet. Stattdessen werden Hundeschlittengespanne durch eine Reihe von Befehlen gelenkt. Der Befehl „Mush!“ setzt das Gespann in Bewegung. „Gee“ ist der Befehl, rechts abzubiegen, und „Haw“ ist der Befehl, links abzubiegen. Mit dem Befehl „Whoa!“ bringt man das Gespann zum Stillstand.

Üben Sie deshalb die Befehle „Haw!“ und „Gee!“ vor Ihrem Alaska-Urlaub. Wenn Sie das große Glück haben, eine Alaska-Kreuzfahrt zu machen, dann haben Sie Gelegenheit, an einer privaten Führung durch den Iditarod-Hundezwinger eines Schlittenhundführers teilzunehmen. Bis zum Ende Ihrer Alaska-Kreuzfahrt werden Sie zum Hundeschlittenführer-Profi. Nächstes Jahr ... Iditarod!